GESUNDE EIGENSCHAFTEN

Für manche fangen wir schon mit einer guten, für manche anderen mit einer weniger guten Nachricht an: wie jedes Speisefett pflanzlicher Herkunft auch das Samenöl fügt dem menschlichen Körper 9 Kalorien/g zu. Dies bedeutet, dass es kein „mageres Öl“ gibt. Räumen wir doch mit diesem Gerede auf, denn es sagen will dass, Öl aus mageren Samen und Olivenöl fett machen. Im Gegenteil, auf Grund einer hervorragenden Würzungseigenschaft des Olivenöls und auf Grund der typischen Düfte und Aromen, reicht beim Würzen der Speisen eine geringere Menge an Olivenöl im Vergleich zu anderen Samenölsorten. Um der Wahrheit willen, wäre noch zu zugeben, dass man davon mehr einnimmt, gerade weil es schmackhafter ist, doch dies macht ein Teil der Lebensfreude aus und wenn es um Lebensfreude geht ……! Analysieren wir kurz einige Wirkungen des Olivenöls: Wirkungen auf dem Verdauungstrakt: es übt eine schützende Wirkung auf die Magenwände, indem es einen Mantel in der Form eines hauchdünnen Films aus öliger Emulsion bildet und wirkt somit hemmend auf die Magensekretion bzw. stimulierend auf die Absonderung von Alkali. Aus diesem Grund wird es zur Vorbeugung und zur Diättherapie bei gastroduodenalem Ulcus empfohlen. Ernährungsexperten haben bewiesen, dass das Olivenöl die Verdauung und die Fettaufnahme begünstigt und die Darmperistaltik aktiviert; die Ausscheidung von Gallensalz und Cholesterin vom Magen und deren Abführen durch den Darm fördert; die exokrine Absonderung der Bauchspeicheldrüse fördert; Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Aus einer Studie hat sich ergeben, dass Bewohner Grönlands weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, obwohl sie typischerweise eine fettreiche Diät verfolgen; epidemiologische Studien haben gezeigt, dass es ein ungerades Verhältnis zwischen dem Verbrauch von Fisch, der bekanntlich an polyungesättigten Fettsäuren und insbesondere an Omega-3 reich ist, und den Herz-Kreislauf-Erkrankungen gab; gemäß weiteren und vertieften Studien wurde festgestellt, dass die Koronargefahr mit dem hohen Cholestrin- und Triglyzeridwerte im Blut zusammenhing und dass diese auf Grund einer fettreichen Diät gefährlich zunahmen; mit den Jahren wurde festgestellt, dass das Fett mit hohem polyungesättigten Säuregehalt in der Lage war die Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut zu senken; andere Studien ergaben, dass eine an polyungesättigten Fettsäuren reiche Diät die Cholesterinwerte im Allgemeinen reduziere, d.h. sowohl die LDL- (schlechtes Cholesterin), als auch die HDL-Werte (gutes Cholesterin), also keine besonderen Vorteile für unseren Körper; nur im Nachhinein wurde ermittelt, dass die Koronargefahr im ungeraden Verhältnis mit den HDL-Werten im Blut stand; die Studie wurde weiter geführt, um die Nahrungsfaktoren zu identifizieren, die in der Lage sind die LDL-Werte zu reduzieren und die HDL-Werte unverändert zu halten und somit wurden in den monoungesättigten Fettsäuren vorher unbekannte Eigenschaften entdeckt, die die LDL-Werte reduzieren und die HDL-Werte sogar erhöhen konnten; im Licht dieser Überlegungen ist es schon klar, welche positive Wirkung das Olivenöl, das bekannt für seinen hohen Gehalt von etwa 80% an Ölsäure (monoungesättigte Fettsäure) hat; Wirkungen auf die Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft ist der Bedarf an essentiellen Fettsäuren deutlich erhöht, denn diese sind für das Wachstum des Mutterkuchens und der Milchdrüse ebenso für die Erhöhung des Blutvolumens und somit für die Entwicklung des Fötus verantwortlich; es ist allgemein bekannt, dass zunächst der Fötus und dann das Kind, dessen Gehirn sich noch während der Fötusphase und gleich nach der Geburt entwickelt, Fettsäuren und insbesondere die essentiellen brauchen, daher ist das Olivenöl mit seinem hohen Fettsäuregehalt mit überraschend ähnlichen Eigenschaften wie die Muttermilch, während der Schwangerschaft und nach der Geburt besonders geeignet. Wirkungen auf die Alterung: die gesunden Wirkungen des nativen Olivenöls sind bislang auf seine Hauptbestandteile bzw. auf den Fettsäuregehalt insbesondere die essentiellen ungesättigten Fettsäuren zurückzuführen, doch da diese ungesättigt sind, sind unbeständige Zusammensetzungen, die oft einem Selbstoxidationsverfahren unterliegen, die in der Form einer Kettenreaktion ausgelöst wird. Während dieses Verfahrens werden freie Radikale gebildet, die für Zellschäden verantwortlich sind; wenn biologische lipidhaltige Strukturen durch einen Mangel an ungesättigten Fettsäuren beeinträchtigt werden können, dann können auch ernsthafte Schäden auf Grund der durch Überschuss an ungesättigten Fettsäuren bedingten Peroxidation und der darauf folgenden Freisetzung von Radikalen entstehen, daher kann eine Diät mit Überschuss an ungesättigten Fettsäuren eine negative Wirkung auf die Alterung des Menschen haben, falls die Diät gleichzeitig keine Antioxidanten beinhaltet; Das native Olivenöl, der natürlich Antioxidanten wie Tocopherol und Poliphenol beinhaltet, schützt vor Alterungseffekten; Experimentergebnisse zeigten, dass mit Olivenöl ernährte Tiere länger lebten als andere, die mit anderen Pflanzenölsorten ernährt wurden.

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